Türrahmen

am 04.01.2010 aus meiner Sammlung Sprachfetzen trinken Yogi Tee. wetter Dachfenster zugeschneit.

poetin hat mich auf diese zwölf Fragen gestoßen.

# Auf welche Art wirst du am liebsten verletzt?
Körperlich.
Und sonst: Durch die gewaltsame, ungewollte Trennung von etwas, von dem man sich nicht lösen wollte, das aber nicht (mehr) gut für einen war. Befreiende Verletzungen.

# Und auf welche am leichtesten?
Kritik, vermutlich. Aber wahrscheinlich laufe ich häufiger gegen Dinge, die mir nicht ausweichen, als dass ich so verletzt werde. Vielleicht ist die zutreffende Antwort also: Türrahmen.

# Was wirfst du deinen Eltern bis heute vor?
Dass sie mich zu wenig ermutigt haben.
Ey, ihr habt mich zu wenig ermutigt!

# Was ist der größte Irrtum anderer über dich?
Dass ich "nett" bin, wahrscheinlich, oder besonders reflektiert oder sowas.
Aber ehrlich gesagt weiß ich zu wenig darüber, was andere über mich denken.

# Was tust du, damit er bestehen bleibt?
Mich "nett" verhalten.
Blog-Einträge schreiben, dank derer ich besonders reflektiert wirke. ;-P

# Was braucht es zum Unglücklichsein?
Angst vor Veränderung. Überhaupt: Angst.
Eigentlich kann man Unglück aus fast allen Zutaten machen, es ist das universelle Gericht.

# Wann nimmst du dich ernst?
Wenn mir etwas wehtut.
Aber erst, wenn es schon länger wehtut und genug.

# Und wann die anderen?
Wenn sie mehr rational als emotional sind.

# Was hältst du für die beste Art zu leben?
Gut sein.

# Und was für die schönste?
Egoistisch sein und rücksichtslos genug.

# Wer willst du sein?
So ich wie möglich. Jemand den ich mag.
(Und ich hoffe, das schließt sich nicht aus.)

# Warum bist du es nicht?
Wer sagt das? … Na gut.
Weiß ich auch nicht. Aber schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, vielleicht finde ich es bald heraus.

Carl am 06.01.2010:

- # Was hältst du für die beste Art zu leben?
Gut sein. –

Das lässt mein Herz als Freund antiker Philosophie höher schlagen.