Heimat

am 12.10.2008 aus dem Hier und Jetzt hören vorbeifahrende S6 trinken Grünen Tee wetter Sonntagssonne

Gestern bin ich an der Ruhr entlang spazieren gegangen. Sonnenschein (golden), dann Dämmerung (blau-rosa bis orange-leuchtend), darauf Mondschein (milchweiß), im Wasser gespiegelt. Dann Nebel, dahinter noch Leuchten, davor die schwarzen Umrisse der Bäume. Und der Duft. - Magisch war's.

Ich spazierte so durch diese Welt, die selbst ich mir nicht hätte ausdenken können, die - ich gebe es zu - besser war als jede Welt, die ich mir erschaffen kann. Und ich beschloss, dass ich hierbleiben werde, weil ich hierbleiben möchte. Dass ich hier sein möchte und diese Welt als meine Welt annehmen. Dass die Welten und Geschichten in meinem Kopf Bereicherung und Zufluchtsstätte sein können, aber nie Heimat.

Das weiss ich eigentlich schon lange. Und wirklich weggehen lag nie in meiner Macht. Aber gewartet habe ich, darauf, dass meine imaginären Freunde mich abholen würden, eines Tages, einige Jahre lang. Das Warten ist lange vorbei, auch das Hoffen. Aber ganz verziehen und ganz entschieden hatte ich mich bis gestern nicht. Jetzt habe ich. - Heißt das Zebramädchen willkommen in eurer Welt. =)

P.S.: Ich mag meine Stadt. Mit allem drum rum. Ich bin glücklich, dass ich hierhergezogen bin.