Stadt

am 29.08.2009 aus einem Schuhkarton verwackelter Momentaufnahmen hören Rauschen. trinken Jasmintee. wetter Sonne!

Eine Stadt voller Menschen. Freiluft. Sonnenbrillen, lackierte Zehennägel, T-Shirts selten unbedruckt. Musik im Park. Doppeldeckerbusse! Vierundzwanzig Stunden Falafel. Spreeufersonne.
Die Stadt sagt, es ist okay. Sogar die Socken in den Sandalen der Touristen failure is okay. Und alle sind schon da.

Vieles ist mehr so, wie es sein sollte, ein bißchen. Und bei vielem hat man das Gefühl, es könnte noch so werden. (Und wenn ich sage "wie es sein sollte", meine ich "wie ich es gerne hätte".) Warum gerade hier oder warum nur hier weiß ich nicht. Vielleicht eine Anomalie im Raum-Zeit-Gefüge, die Möglichkeiten hier möglicher erscheinen lässt als anderswo. Wahrscheinlicher aber ist, dass es in meinem und eurem Kopf ist. Wie eigentlich alles zu und über Berlin, das dort nicht aus Stein und Beton steht. Die Idee und die Geschichte und das Gefühl, dass es dort besser wäre, irgendwie. Irgendwie, vor allem.

Berlin an sich, nämlich, ist nur eine große Stadt.

Tourist* der man ist, vergleicht man. Und wenn man fertig ist mit vergleichen, sucht man Gründe, nicht herzuziehen (oder, was zum Zeitpunkt wo ich das schreibe richtiger wäre: hinzuziehen), findet einige wenige. Muss dann zugeben, dass es nicht die guten Gründe sind und seufzt.

Wartet noch ein wenig auf mich.

Disclaimer: Nicht repräsentative Eindrücke eines Zebras, welches zum zweiten Mal in seinem Leben Berlin besucht hat. Es ist jung, leicht zu beeindrucken, auf dem Land aufgewachsen und nicht besonders weit gereist.

P.S.: Untypischerweise noch einen Link, nämlich mspro über Berlin und das Glück.

*("Tourist" ist vielleicht nicht ganz richtig. "Pilgerer", eher.)